Von Kupferdreh nach Kettwig
Ruhrwandern
Hierbei haben wir uns wieder der Wanheimer Kanu-Gilde angeschlossen, die mit diesem Ereignis jedes Jahr ihre Saison beendet. Los ging es am 23. Oktober von einem Ruderverein in Essen-Kupferdreh. Leider war es gar nicht so einfach, diesen Verein zu finden. Nachdem beide Boote im Wasser waren, wurden die meisten Autos schon zum Ziel in Kettwig gebracht. Danach ging es mit den Fahrern in zwei Autos wieder zurck. Die Wanheimer brachten 18 Leute ins Boot, wir mit einigen Kindern sogar 19. An die Stelle der Trommler trat jeweils ein Faß Bier. Unsere Duisburger Freund hatten ihre Fahrgemeinschaften besser organisiert. So mußte bei ihnen auch ein 20 Liter Faß her. Bei uns reichte schon ein 5 Liter Party-Faß, da ja die meisten doch fahren mußten.
Nach ein paar hundert Meter wurde die ersten Brotzeit gemacht. Das Bier wurde rumgereicht. Auch hier konnten wir wieder von unseren Duisburger Freunden lernen. Vorher hatten sie Lunch-Pakete gepackt. Dort waren schon Brötchen, Wurst und einige Schnäpse enthalten. Diese brachten dann nur nach vorne durchgereicht werden. Bei uns hatte sich jeder noch selbst versorgt. So wurden die 2 Boote von den Paddler zusammengehalten. Zwischendurch sorgten die äußeren Sportler für die Vorwärtsbewegung, teilweise ließen wir uns auch nur treiben. Dafür ist der Baldeneysee ein Super-Szenario. Von den Leuten am (anderen Ufer) wurden wir ständig bestaunt und der ein oder andere flotte Spruch wechselte den Besitzer.
Am Regatta-Haus der Stadt Essen, genau dort, wo wir im August immer unsere Regatta fahren, luden wir noch 2 Leute ein. Nach einer kurzen Pinkelpause ging es kurz vor 2 Uhr Richtung Schleuse. Für die anwesende Spaziergänger waren die 2 Boote ein willkommene Abwechslung. Schließlich ließen beide Teams ihre Schlachtrufe durch die Mauern der Schleuse hallen. Weiter ging es dann einige Kilometer über die Ruhr. Man konnte einige Angler beobachten. Auch wurden einige Boote mit einem Riesenkran aus dem Wasser befördert. Leider war auch der letzte Tropfen Bier zu diesem Zeitpunkt vernichtet. Nach gut fünf Stunden erreichte man schließlich das Auslaufbecken im Hafen Kettwig. Dort wurden die Boote auf die Trailer verladen. Man verteilte sich auf die Autos. Einige Leute mußten noch nach Kupferdreh zuürckgebracht werden, um ihre Autos einzusammeln. Für die Duisburger ging es noch in ihrem Vereinsheim weiter mit Grillen. Wir fuhren nach Hause, bzw unser Boot ins Lager Oberkassel. Dort trafen sich zwei Wochen später ein kleiner Teil des Teams zum Bootsputzen.
Das Drachenboot-Wandern war ein völlig neues Gefühl. Bisher sind wir immer nur auf Zeit gefahren. Jetzt hatten wir Gelegenheit, mit einem Glas Bier oder einem Butterbrot oder auch mit einer Zigarette in der Hand im Boot zu sitzen. Zeitweise konnte man dabei herrlich relaxen. Mit dem Paddeln konnten wir uns abwechseln. Ich denke, alle die dabei waren, haben es genossen. Auch hier ist eine Wiederholung wünschenswert.
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