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Die preisgekrönte Mitarbeiterzeitung

Forum 97

Infiziert  der Drachenboot-Virus packt uns

In der Mitarbeiter Zeitung der Deutschen Bank, dem Forum, wurden im September 1997 folgender Artikel von Jörg Carsten Müller veröffentlich:


In einem Boot

Die Drachenbootregatta brachte das Rheinwasser beim Düsseldorfer Hafenfest zum Kochen. Mit von der feucht-fröhlichen Partie: ein Team der Filiale Düsseldorf

Die große Anzahl japanischer Einwohner hat Düsseldorf zum ,,Tokio Europas" werden lassen Die Vertreter eines ganz anderen asiatischen Großreiches hatten einen Tag lang die Hauptstadt Nordrhein-Westfalens fest im Griff: Chinesische Drachen - Nicht feuerspeiende prähistorische Wesen, sondern zwölf Drachenboote brachten das Rheinwasser beim Düsseldorfer Hafenfest zum Kochen.

Neben dem Team der Deutschen Bank Düsseldorf schickten 25 weitere Unternehmen ihre Mannschaften ins Rennen, zu dem die Düsseldorfer Stadtwerke eingeladen hatten.

Für alle galt es, die 500 Meter lange Bahn heil und schnell hinter sich zu bringen. Die Deutschbanker stießen dabei jedoch auf Probleme: ,,Es sitzen Leute in unserem Boot, die noch nie ein Paddel in der Hand gehalten haben", bremste ,,Drachenfüher" Lutz Krause humorvoll die Hoffnung schon vor dem ersten Durchgang. Immerhin sie gingen wie Profis an den Start. Mit der Aufschrift ,,Go get the House" auf ihren DB-Bauspar-T-Shirts und Trikots der Betriebskrankenkasse machten die Kollegen aus der Filiale an der Königsallee mit kernigen Schlachtrufen auf sich aufmerksam. Auf dem Wasser beeindruckten sie durch gute Stimmung. Denn von den Konkurrenten sahen sie im ersten Rennen nur die Schwanzflossen. Auch im zweiten Durchgang, nach spontanem Trockentraining und mit deutlich besserer Zeit, konnten die Banker gegen die Leistungen der Konkurrenz nichts ausrichten. Allerdings hatte das Team auch denkbar schlechte Voraussetzungen mitgebracht. Ein einziges offizielles Training an Bord der vom Veranstalter gestellten Boote mit nur 14 Teilnehmern reicht halt nicht für den Schritt aufs Treppchen. Die übliche Besatzung besteht aus 22 Leuten. Auch die aufmunternden Worte von Trainer und Kanu-Olympiasieger UI Eicke nutzten da nicht viel. Doch für die Mannschaft war schon allein die Teilnahme an der Regatta ein Riesenspaß. ,,Wir haben nichts erwartet und sehen das Ganze locker. Sonst hatten wir viel mehr trainieren müssen" faßte Eicke zusammen. Und am Abend, nach der großen Feier mit chinesischen Ritualen, stand für die Banker fest: ,,Wir kommen wieder".

 

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