DM in Minden
Stormy River
Bei der Regatta in Düsseldorf hatten wir einen Mercedes C-Klasse für ein Wochenende zum Testen gewonnen. Also entschieden wir uns, damit zur Weserdrachen-Cup nach Minden zu fahren. Das silberne C270-Combi-Geschoß ließ erwartungsgemäß keine Wünsche offen. 180 PS, Navigation, Klimaanlage und, und, untermauerten den Ruf von Daimler, gute Autos zu bauen. Schließlich wollten wir ja auch keine Formel 1 damit fahren. Lediglich der Kofferraum war für 3 Personen plus Hund inklusive Campingausrüstung etwas klein.
Im Minden starteten wir als kombiniertes Team mit den Rheindrachen. Im Laufe des Freitag Abend traf ein großer Teil der Paddler ein. Als alle Zelte standen, auch unser 4x4 Meter Wohnzimmerzelt, konnten wir je jeden Abend an diesem Wochenende zum gemütlichen Grillen übergehen. Leider war die Teamleitersitzung am Samstag schon für 7.00 Uhr angesetzt. Um uns herum campierten etliche andere Teams. Der Zaun neben uns erwies sich nachher als Begrenzung der nahe gelegenen Kaserne. Das erklärte auch den nächtlichen Besuch von einigen Herren mit Taschenlampe, die gegen 2.00 Uhr nachts auf einmal vor dem Zaun standen und Onyx anschlagen ließen.
Am nächsten Tag waren wir schon erstaunt, wie der Start ablief. Das THW hatte 4 Schlauboote im der strömenden Weser verankert. Die Drachenboote mußte diese genau ansteuern und wurden durch eine Leine, die am Heck hing, von einem Starter regelrecht eingefangen. Dann wurden die Boote auf gleiche Höhe gezogen und beim Startkommando losgelassen. Durch den Knick in der Strecke, sowie durch die unterschiedlich Strömung waren leider die Bedingungen nicht auf allen Bahnen gleich. Nichtsdestotrotz möchten wir die Erfahrung, auf der Weser gestartet zu sein, nicht vermissen. Am Ende sprang in unsere Open-Klasse ein dritter Platz heraus. Gleichzeitig wurde der Weserdrachen-Cup als Deutsche Meisterschaft für Fun-Teams gewertet.
In unserer kleine Zeltstadt hatten wir das ganze Wochenende unheimlich viel Spaß. Um uns herum stand ein Super-Ruder-Vereinsheim neben dem anderen. Dort konnten wir auch die sanitären Anlagen mit benutzen.
Am Ende bekamen wir einen Pokal, Urkunden und für jeden eine Medaille. Zwischenzeitlich kamen die Zeiten etwas durcheinander. So mußten wir für unser Finale zum Start rennen, während die anderen Mannschaften schon angedockt hatten. Auch die Siegerehrung war ein wenig chaotisch.
Insgesamt war es aber eine Super-Regatta. Wir haben erstmals gezeltet und eine Menge neuer Leute kennen gelernt. Man muß der KSG Minden um Achim Riemekasten ein großes Lob für diese Regatta aussprechen.
Minden ist nun nicht mehr aus unserem Kalender wegzudenken.
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