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Ein Bericht von Thomas Bunzel

2. November 2002

“ –12- km Abwassern auf der Weser “

Die Einladung zum Abwassern auf der Weser kam von Achim Riemekasten, dem 1. Vorsitzenden der KSG-Minden.
Ein Event, der in bekannter Weserberg-Landschaft 4 Düsseldorfer Drachenboot-Begeisterte magisch anzog. Wir, das sind Ralf, Tobias, Hütte und Thommy;( um 13 h trafen wir uns ).
Aufgrund der Wetterbedingungen (10° kühl, wolkenverhangen, jedoch trocken) waren leider nicht so viele Aktive anwesend (ca. 40), was jedoch dem Reiz keinen Abbruch tat. Nach allgemeinem Kennenlernen und kurzem Imbiß im Bootshaus zogen wir uns um; Schwimmwesten waren Pflicht, die wurden uns genauso gestellt, wie die Trainings-Alu-Paddel. Ca. 15:30 h ging es dann mit dem VW-LT-Bus incl. Trailer nebst Booten, privaten PKW’s und Schlauchbooten zum Start; weseraufwärts bis nach Rehme ( Richtung Vlotho ). Abladen der Boote, Aufstellen der Mannschaften, Transport der Boote bis zum Ufer, einsteigen, fertig ! Begleitet wurden wir durch Landungsboote, THW- und DLRG-Schlauchboote. Eine ausreichend große Organisation, wenn man bedenkt: wir waren mit 2 Drachenbooten und 38 Aktiven unterwegs. Die Zusammensetzung der Boote war bunt gemischt, alles Aktive aus Minden, altersmäßig von 10 Jahren bis Ende 40 ! Mädels wie Knaben; dementsprechend ruhig paddelten wir bei ca. 4 km/h Strömungsgeschwindigkeit die 12 km lange Strecke in etwa 90 Minuten bis zum Bootshaus in Minden.
Das landschaftlich idyllisch seichte Ufer bei einbrechender und völliger Dunkelheit, unterstützt von 2 Fackeln im Boot gab dem Abwassern einen sehr romantischen Touch!
Nach 1 Stunde Paddeln, vorbei am stolz trohnenden Hermanns-Denkmal passierten wir den Bergeinschnitt “Porta Westfalica“, unterquerten 3 Brücken und erkannten letztlich am Horizont die illuminierte Kirmes. Das KSG–Boots- und Vereinshaus, erreichten wir nach einer weiteren ½ Stunde.
Boote bergen, säubern, vertauen, alles klar! Ab zum duschen und umziehen. Mittlerweile war es 18:30 h. Wir versammelten uns im Vereinsraum und ließen Ralf’s Video vom
4. Internationalen Drachenboot-Cup in Minden auf der bereitgestellten Leinwand Revue passieren.
Nach geselligem Ausklang verabschiedeten sich Hütte und Thommy gegen 22 h und fuhren gen Heimat, währenddessen sich Ralf und Tobias noch einige Gaumenfreuden genehmigten.
Sonntag war jedoch auch für die beiden das Abwassern mit Folgen endgültig vorbei.



Fazit : Wir sind gern gesehene Gäste, alle freuten sich auf unsere Teilnahme.
Zum nächsten Event am 7. 12. Eispaddeln (Details s.u.) ab Hameln bis Rinteln
ca. 26 km (in 2001 kamen ca. 800 Aktive Paddler) sind wir wieder herzlich gern eingeladen, mit der Bedingung, Verstärkung mitzubringen.
Wer Lust, Freude und Zeit mitbringt, Ralf, Tobias, Hütte und ich werden jedenfalls
nach Hameln fahren.

Unsere Eindrücke : idyllische, teils romatische Abend-Fahrt mit Fackeln und
Schlauchbootbegleitung



Nochmals vielen Dank der Familie Riemekasten und deren Organisatoren
für unsere Mitpaddelmöglichkeit und die herzliche Aufnahme.

 

7. Dezember 2002

31. Rintelner Eisfahrt - 7. Dezember 2002 -



Abpaddeln oder -wassern ist in lokalen Gewässern durch zahlreiche namhafte Vereine schon fast zur Gewohnheit geworden.

Eisfahrten jedoch gehören hierzulande noch zu den selteneren Events, die durch die eigentümliche Stille einer Winterlandschaft, wie wir sie im Weserbergland erleben konnten, zusätzlich verstärkt wird.

Die Einladung zum Abwassern auf der Weser kam wieder einmal von Achim Riemekasten, dem 1. Vorsitzenden der KSG-Minden, und, verstärkt von seinen Freunden.

Wir Düsseldorfer, das sind Jan, Ralf, Tobias, und Thommy trafen uns 1 Stunde vor Startbeginn in der Jugendherberge Hameln. Freudige Begrüßung folgte im Frühstücksraum.
Kleiderwechsel und mentales ‘fit-machen‘ für eine ca. 4-stündige Paddelfahrt bei einsetzendem Schneefall, leichtem Wind und Temperaturen von -3 / -4 ° C war angesagt.

Kurz nach 9.00 h fuhren wir zum 1 km entfernt gelegenen Start an der Fischbecker Landstraße. Wir alle waren auf den Ablauf des Eispaddelns sehr gespannt und wollten nun sehnsüchtig aufs Wasser.
Verrückt, diese Durchführung ? :
Keineswegs! Ein mit Spannung erwarteter Start, eine romantische Winterfahrt – ein beglückendes Erlebnis ganz besonderer Art.

Die Eispaddel-Teilnehmer kamen zwar mehrheitlich aus der Weser-Bergland Region, jedoch begeisterte Paddler aus Hannover, Hamburg, des Ober-Elb-Gebietes und natürlich auch aus Düsseldorf wurden gesichtet. Transporter, Mannschaftswagen, Kombis und PKW’s – vom Drachenboot, dem Mannschafts- 10er, 8er, 6er, 4er Kanu, zwei- und einsitzigen Kanus / Kajaks, alles kam auf Wasser, oder besser auf die Weser !
Ca. 900 Freaks von 15 bis 80 Jahren, eine kunterbunte Mischung.

Nach gut ½ Std. Warten traf endlich der Mindener-Trupp mit 2 10er Kanus und einem 8er ein. Wieder, wie bereits bei dem Abwasser-Termin im vergangenen November, ein herzlicher Empfang ! Ina und Bernd bestimmten sofort in welchem Boot wir mitpaddeln sollten. Super! Abladen, und Boot beladen, mit :
Glühwein, Kaffeelikör, andere hoch-%ige Leckereien und Kekse, Decken und Sitzkissen.
Das bekannte Equipment wie Paddel und Leine. Die Paddel erwiesen sich – trotz 20 cm Überlänge gegenüber den Drachenbootpaddeln – als gut einsatztauglich. Ist doch der Bootsrand und die Sitzposition im 10er Kanu spürbar höher.

Dann ‘are you ready ‘ bei Weser km 137, ohne Zwang, ohne Leistungsdruck.

Schnell hatten wir den ersten km gepaddelt, hieß es von den hinteren Reihen : ‘Pause‘ !
Glühwein, Punsch, Lumumba; alles was warm hält machte die Runde. Die ohnehin schon heitere Stimmung wurde mehr und mehr zur munteren, lustigen Unterhaltungsfahrt mit sportlichem Aspekt. So ging’s die Weser ‘runter, mal paddeln mal spurten und,..., die (Trink-) Pausen einhalten ! Ja, wir sind hier zum Vergnügen !!

Nach 2 Stunden und ca. 19 km Fahrt : Landgang. Bei teils steilem, teils Ufer mit struppiger Buschbepflanzung war unser natürlicher ‘Landungssteg‘ aufgeweicht, leicht matschig, glitschig! Landgang mit 10er Kanus ist noch zu bewältigen, hingegen sind jene mit Drachenbooten, der ganz genauen Balance halber oftmals Glücksache ! Hier an Land gab‘s Tee, Punsch, Glühwein, Bier und Bockwurst, und wer wollte oder mußte, (nur) 1 Toilette!

Wiedererstarkt, ab ins Boot und die letzten 9 km gepaddelt. Gelegentliches Andocken anderer Boote, die sich von unserer ausgelassenen Stimmung inspirieren ließen (Lumumba-Pause), teils mit kämpferischen, energiegeladenen Zwischenspurts verblüfften wir so manchen Kajak-Freggel. ‘Die Dinos kommen !‘ schnauf, stöhn, und 2 - wech, 3 - wech, 4 - wech, wieder vorne! Yeah!, .... Trinkpause !
Wir erreichten unser Tagesziel um 14 h , Rinteln, Weser km 163 !
Ja sind wir denn schon da ?!? Wir hatten doch einen Ganz-Tagesausflug gebucht !!

Erbsensuppe in einem fast überfüllten Bootshaus ließ uns die gesellige Paddeltour nochmals genießen !
Mit einem VW-Transpoprter wurden wir nach Hameln, - zum Ausgangs-Punkt der
31. Rintelner Eisfahrt – chauffiert.
Auch hier zu diesem Event unser Fazit :
Ein Super-Event ! Eispaddeln, wie es bei leichtem Schneefall (Start) und frostigen Temperaturen einen ganz besonderen Reiz auf uns ausübte.
Dieses Ereignis scheint nicht mehr getoppt werden zu können !
Nächstes Jahr soll’s denn wieder sein !
Wir werden wieder kommen !Dank nochmals an die Organisation, Achim, Ina und Bernd u.v.a. Helfern !

 

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